Freitag, 24. September 2010

Okinawa: Taketome, Hateruma, Ishigaki, Ireomote und Karoshima

Taketomi: Inselfeeling in Japan, mit diesem Instrument (Sansen) spielen die Einheimischen ihre InselmusikEin traditionelles Haus an einer Strasse aus MuschelsandHier wachsen viele Bunte Blumen (wie z.B. Hibiskus)Chi am MeerHateruma: dieser Strand laed zum Schwimmen und Schnorcheln ein
...und zu LuftspruengenLecker Inselbananen am Starssenrand
Shisa: Diese kunsvoll gestalteten kreaturen wachen vor den Haeusern in OkinawaEin traditionelles Haus
Backpackeratmosphaere in der Herberge bei Okinawa-SchnapsDer taegliche Blick auf die sinkende Sonne vom Strand vor der TuerIshikaki: Trotz vieler Boote eine schoene Bucht: KabiraGanz in der Naehe starten die Tauchboote..in die herrliche Unterwasserwelt (hier ein 3,5m grosser Manta, fotografiert von einem Tauchbuddy)
Ireomote: Der Weg von Campingplatz ans MeerEiner von tausenden von EinsiedlerkrebsenBlick auf ein paar einsame Mangroven Ein Wasserfall in den tropischen Waeldern von Ireomote
Nicht gerade der bunteste von den vielen riesigen Schmetterlingen, die hier rumfliegen, aber einer der stillsassEine traumhafte Aussicht...von einem traumhaften Strand.
Und noch ein schoener Sonnenuntergang.
Ishigaki: ein paar Eindruecke von dem Taifun...
Und dem Chaos dannach...

Letzte Blicke auf das Meer von Kuroshima.

Taketome, Hateruma, Ishigaki, Ireomote und Karoshima sind einige Inseln von Yaeyama-shoto, der suedlichsten Inselgruppe Japans. Hier verbrachten wir die letzten 2 Wochen und genossen die Sonne, das Meer sowie den entspannten Lebensstil auf den Inseln, die bis noch vor einem knappen Jahrhundert zu dem eigenständigen Ryukyu Inselstaat gehörten. Auch wenn die meisten der Inseln schon recht gut erschlossen und ein beliebtes japanisches Urlaubsziel sind (hier können Japaner in die Tropen reisen ohne dafür englisch sprechen zu müssen), findet man hier noch wahrhaftig paradiesische Orte, schimmernde Korallen und unberührten Dschungel:

Taketomi: Hier verbrachten wir nach einer Nacht auf Ishigaki (der Hauptinsel der Yaeyama-shoto mit dem Flughafen) unseren ersten Tag, um den traditionellen Baustil auf den Inseln zu genießen (der ist hier besonders gut erhalten) und das erste mal in den tropischen Gewässern zu plantschen. Leider war es noch nicht ganz so sonnig aber das sollte sich für die gesamte nächste Woche ändern J. Wir schlenderten die Straßen aus Muschelsand entlang, trafen hierbei auf hüpfende Riesenspinnen, viele bunte Schmetterlinge und einen Skorpion (in den wir dann auch fast reingetreten wären), genossen das köstliche Abendessen in einem kleinen Restaurant und entspannten uns in dem gemütlichen kleinen Hostel.

Hateruma: Auch wenn die gerade mal 600 Einwohner dieser Insel es geschafft haben, die gesamte tropische Vegetation (die es hier sicher einmal gab) in Zuckerplantagen zu verwandeln um hier den berühmten braunen Zucker herzustellen (eine Spezialität der Insel) genossen wir unsere 4 Tage auf dieser entspannten Insel sehr. Der exzellente Strand der nur 5 min zu Fuß von unserer Herberge gelegen war lud zum morgentlichen schwimmen ein und bot fabelhafte Schnorchelspots: bei dem einmalig ruhigen, klaren und flachen Wasser konnte man ohne Bedenken an das 200-300 Meter vom Ufer entfernte Riff Schwimmen, um hier wunderschöne Korallen und kunterbunte Fische zu besuchen (an so einem Strand will ich später mal mein zu Hause haben J). Der Sternenhimmel war wunderbar und ein nächtlicher Besuch bei der Sternwarte von Hateruma sehr interessant (wenn auch für mich sehr uninformativ – da auf Japanisch). Außerdem genossen wir die Backpackeratmosphäre und die Unterhaltungen mit den Interessanten Menschen hier (Ein kommerzieller Taucher, der für Ölfirmen in 200 Metern Tiefe Bauarbeiten ausführt, eine Gruppe Studierender, die hier die tropische Pflanzen untersuchen, nette japanische Einheimische, die uns schöne Ecken des Riffs zeigten, u.s.w.). Einen Tag liehen wir uns noch ein Fahrrad um durch die Zuckerplantagen zu radeln, weitere Strände zu erkundigen und uns den südlichsten Punkt Japans anzuschauen (für viele Japaner, die sich nicht von Ihrer Insel herunter trauen ist hier das Ende der Welt – wohl der einzige Grund, weshalb dieser Ort japanischen Turisten so beliebt ist). Für eine Tauchtour am nächsten Tag, die von der Hauptinsel starte, ging es zurück nach…

Ishigaki: Unschöne Hafenstadt mit Flughafen, aber umso schöner wurde das Tauchen am nächsten Tag: Nach dem ersten Tauchgang der uns großen Spaß machte, weil wir endlich mal wieder Tauchen konnten, von den Korallen her (nachdem was wir schon an anderen Orten Welt zu sehen bekamen) aber nicht sonderlich begeisterte stieg die Spannung: Der nächste Tauchspot war der Manta Scramble, der, wie der Name schon vermuten lässt, berühmt für die zahlreichen Mantarochen Schwärme ist. Die Spannung deshalb, weil die Mantas in diesem Jahr wohl nicht so regelmäßig vorbeigeschwommen sind und wir unbedingt noch einmal mit diesen majestätischen Wesen Tauchen wollten (am Vortag waren nur 200 Taucher da, aber keine Mantas…). Wir sprangen ins Wasser, Tauchten ein wenig umher, trafen ein paar Taucher, ein paar Fische, die Zeit verging, innerlich fand ich mich schon damit ab, einfach das Tauchen zu genießen… und plötzlich merkte man, wie sich die Taucher in etwa 30m Entfernung gespannt in eine Richtung wendeten und ihre Kameras blitzten – Sie waren da, nur ein Fels versperrte mir noch die Sicht und gerade als ich an diesem empor schaute, schwebte ein riesiger Rochen (etwa 3,5 m Spannweite) direkt über uns hinweg und warf seinen Schatten über uns – WOW! Dieser Manta schwebte dann genau auf uns zu und drehte viele Runden direkt vor unsere Nase. Auch wenn einem klar ist, das dieser Gigant ein absolut friedfertiges Wesen ist, muss man sich schon darauf konzentrierten, hier nicht die Luft anzuhalten (ist beim Tauchen sehr schädlich…). Wir hatten wohl wirklich Glück, viele Taucher die am selben Tag oder in den nächsten Tagen Mantas sehen wollten, tauchen endtäuscht wieder auf. Trotz des schönen Erlebnisses ging es auch mir nach dem Auftaucht nicht so gut: Ich spendete mein vorverdautes Mittagessen den zahlreichen hungrigen Fischen um das Boot herum und verbrachte den Rest des Tages mit nen Eisbeutel auf der Stirn – „Wohl nen bissel viel oxygen“ meinte der Tauchguide ganz lässig. Der Tauchgang war wert! Am nächsten Tag ging es weiter nach…

Ireomote: Wir erhofften uns viel von dieser Insel, die als letzter und mit 6 Tagen längster Stopp unserer Reise geplant war. Diese riesige Insel, mit einer Vegetation wie am Amazonas und den wohl schönsten Korallen Japans, ist nur auf einer Seite mit einer Straße bebaut und in ihrem Inneren völlig unerkundet. Unsere „Auf in die Wildnis“ Stimmung legte sich nach unserer Ankunft auf dem Campingplatz schnell: in 4-6 Tagen sollte eine Taifun, der genau auf uns hinzu steuerte die Inselgruppe erreichen man empfahl uns, diesen lieber auf der Hauptinsel abzuwarten. So blieben uns hier nur 2 Tage und zwei Nächte, für die wir letzten Endes unser gesamtes Campingequipment (Zelt, Isomatten, Schlafsäcke, usw.) um die halbe Welt transportiert haben und uns extra Gaskartuschen für unseren exotischen Campingkocher auf die Insel haben Schiffen lassen (im Flieger darf man sie nicht transportieren…). Lange Rede kurzer Sinn: In zwei Tagen hatten leider nur die Möglichkeit einen Bruchteil der Insel zu erkunden. Wir Schnorchelten ein wenig (hier wimmelte es nur so von exotischen Fischen aber wegen des schon erhöhten Wellengangs konnten wir leider nicht ganz bis ans Riff schwimmen), machten eine Bootstour durch die Mangrovenwälder an deren Ende eine Wanderung zu einigen Wasserfällen stand (bei diesem dichten und feuchten grün kam wirklich Dschungelfeeling auf) und spazierten zu einem traumhaften, einsamen Strand, der bis zu Horizont reichte und einen wunderbaren Ausblick auf riesige Felsen und Klippen bot – ein kurzer aber dennoch fantastischer Einblick in die wohl letzte Wildnis Japans!

Ishigaki: Schweren Herzens und mit einsetzenden Ohrenschmerzen (meinerseits) verließen wir Ireomote um den Taifun (der seine Richtung nicht ändern wollte) abzuwarten. Interessant wurde es allemal: Alle Häuser verriegelten ihre Fester, im Supermarkt kam es zu regelrechten Hamsterkäufen, Regen und Wind wurden immer stärker, der Boots um Flugverkehr wurden eingestellt und dann war es soweit, gegen Mitternacht näherte sich das Zentrum des Sturms, der Wind fegt mit bis zu 175 km/h, die Wellen erreichten 12m, das Fernsehbild wurde immer schlechter. Draußen rüttelten die Bäume, viele knickten um, die andere Staßenseite verdunkelte wegen eines Stomausfalls und draußen polterte und töste der Wind nur so… Naja, dennoch hätten wir unsere letzten 4 Tage lieber auf Ireomote verbracht als in diesem Hostel, in dem ich mittels Antibiotikum meine recht unangenehme Mittelohrentzündung auskurierte. Am letzten Tag fuhren die Boote wieder und wir hüpften noch für einen Tag nach…

Karoshima: Hier gibt’s außer vielen Kuhwiesen und einem ganz netten Strand nicht viel zu sehen. Nun sind wir wieder gesund und munter in Kyoto angekommen.

Viele liebe Grüße und bis bald,

Chi & Mo

1 Kommentar:

Hella MAMA hat gesagt…

Vielen Dank für Euren aktuellen Bericht. Da habt ihr ja nette "alltägliche" Ausblicke gehabt! Besonders gut gefallen hat mir der Schmetterling, der stillsaß. Wie Moritz, Du verstehst keine Führung auf Japanisch? Toll, dass ihr einen Riesenrochen gesehen habt!

Tornado mit happy end, Gott sei Dank! Habt ihr diesen exotischen Campingkocher von mir bekommen?
Wie dem auch sei, viele Grüße an Chi's Familie und noch eine schöne Zeit.
LG aus SG