Samstag, 30. August 2008

Nachdem meine letzte mail wegen eines Computerabsturzes anscheinend nicht angekommen ist, versuche ich es nun noch einmal:

In Sapa hatten wir noch 2 wirklich schoene Tage: Am ersten Tag waren wir in den Bergen wandern, durch Reisterrassen, Doerfer und Fluesse. Leider musste mein einziges Paar Schuhe dran glauben: Bei einer Flussdurchquerung rutscht mir ein Flip Flop vom Fuss und ich musste den Matschigen Pfad Barfuss zuruecklaufen. Da es anscheinend keinen Vietnamesen gibt dessen Fuesse Groesser sind als Schuhgroesse 42 duerte es eine ganze Weile, bis ich ein schaebiges Paar Trekkingschuhe in meiner Groesse gefunden hatte - Der Preisdiktatur der Verkaeuferin (die meine auswegslose Situation kannte) war ich natuerlich ausgeliefert (4 Euro sind zwar fuer unsere Verhaeltnisse nicht viel Geld, aber diese schrottigen Latschen waren sie echt nicht wert)... Am zweiten Tag liehen wir uns mit Martin (einem wiedergetroffenen Kompanen vom Holong Bay Boot) Motorbikes aus und erkundeten die etwas weitere Umgebung um Sapa: wieder gab es endlos viele Reisterassen, fantastische Berglandschaften und total abgeschottete Bergdoerfer zu sehen.

Wir beschlossen mit Martin eine etwas verlassene Grenze im Norden Vietnams nach Laos zu passieren um den Umweg ueber Hanoi und Vientiane zu vermeiden. Im Internet hoerte sich das echt einfach anh: Man nehme den Bus von A (Dien Bien Phu, Vietnam) nach B (Muoang khoang, Laos) und ueberquere dabei die Grenze. Es Kam jedoch ganz anders: Nach 9 Stuendiger Fahrt von Sapa nach Dien Bien Phu erfahren wir, das der naechste Bus nach M.K. wegen schlechter Strassen erst wieder in 4 Tagen faehrt, flals nicht noch ein Unwetter die Strassenlage verschlechtert. Am naechten morgen ging es also mit 3 Motorbiketaxies (einzige Moeglichkeit) zur Grenze (37 km). Hier lief alles Problemlos: wir Checkten aus, dass es 4 km Fussmarsch durch den Dschungel bis zum Laos Chekpoint sind, wussten wir und auch die Visas bekamen wir ohne Probleme. Nun hatten wir jedoch ein Problem: Uns trennten noch ca. (90 km Dirtroad von der naechst groesseren Ortschaft M.K. Wir maschierten weitere 5 km durch den Dschungel bis wir an ein winziges Doerfchen kamen. Hier dauerte es etwa 2 Stunden, bis der Deal stand: 3 Motorbikes transportierten uns fuer umgerechnet 8 Euro pro Kopf durchs absoluote Niemansland auf total verschlammten Strassen in ein etwas groesseres Dorf 35 km weiter. Auch wenn wir an diesem Tag nur muesame 80 km zurueckgelegt hatten, waren wir froh die Grenze erfolgreich passiert zu haben. Von Hier aus transportierte uns dann am naechsten Morgen ein Bus (wenn man dieses offene Gefaert ueberhaupt Bus nennen kann) mit Huenern, Schweinen, Benzinfaessern und Tonnenweise Reis an Bord ueber noch schlechtere Stassen und durch Fluesse ohne Bruecken ins 30 km entfernt M. K. (30km - 2 Stunden). Was fuer ein trip! :-)

Noch am selben Tag ging es weiter nach Luang Prabang: Eine sehr schoene, entspannte Stadt am Mekong mit zahlreichen Tempeln, einem sehr schoenen Handwerksmarkt und leckeren Restaurants. Hier entspannten wir nach der drei taegigen Grenzueberquerungrtour erst einmal und fuhren am naechsten Tag mit einem Tuk-tuk (schwer definierbares Gefaert, welches in Sued-Ost asien haeufig als Taxi genutzt wird) zu ein Paar sehr schoenen Wasserfaellen. Auch wenn das Wasser sehr Braun war (wie in fast allen Fluessen Laos) planschten wir eine Runde und wanderten die Wasserfaelle hinauf.

Am Tag darauf fuhren wir in den Nam Tha Nationalpark (Vietnam): Den ersten Tag vebrachten wir mit einer recht unspektakulaeren Radtour (nach den Empfehlungen des Fahrradverleihs) entlang einiger Hauptstrassen, zu ein paar Doerfern (Hier in Laos gibt es quasi nur Doerfer - wir hatten langsam genug davon) und einem 2 Meter Wasserfall. Am 2. Tag buchten wir eine Trekkingtour: Mit der Machete voran ging es geradewegs durch den Dschungel, bergauf, bergab, durch Fluesse, Matsch, Schlam und Regen. Wir sahen einen riesen Tausendfuessler, Wildschweinspuren und (wie es sie hier ueberall gibt) Riesenspinnen sowie Schmetterlinge in allen Groessen Formen und Farben - leider jedoch keine Affen oder Tieger.

Weiter ging es Nach Chang Mai (Thailand): Hier sind wir nun den 2. Tag und haben leider noch nicht allzuviel gesehen, da ich Chi mit einer Grippe von der Trekkingtour angesteckt habe. Es gibt jedoch allerlei prachtvolle Tempel und einen riesiegen Nachtmarkt. Ausserdem freuen wir uns mal wieder in einer richtigen Stadt zu sein.

Wir planen je nach Gesundheit (Keine Sorgen! - es geht uns schon wieder besser) noch einen besuch in Pai (kleinerer Ort hier ganz in der Naehe) und ein Paar tage am Strand in der naehe von Bangkok.

Da unsere Zeit hier in Sued-Ost Asien ja dann auch schon bald zu ende ist, berichten wir dann wahrscheinlich erst wieder aus Japan (Fluege: BKK-Taipe 9.9.; Taipe-Osaka 10.9.)

Hoffen auch euch geht es allen gut.

Bis dahin! Chi und Moritz

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